Anleitung zum Weltretten

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Viele Menschen fühlen ein Unbehagen, ein dumpfes Wissen, dass etwas vor sich geht in der Welt, etwas, was nicht besser werden wird, sondern schlimmer. Die täglichen Nachrichten füttern dieses Unbehagen durch ständige Berichterstattung über neue und alte Krisen und kollektive Kämpfe „gegen“ das jeweilige Übel. Die Aktualität dieser Übel ändert sich, manchmal verschwindet eins, es kommen auf jeden Fall ständig neue hinzu. Über die älteren Übel wird einfach nicht länger berichtet und wir erfahren selten bis gar nicht was aus der Krise eigentlich geworden ist, meistens schwelt oder brodelt sie weiter vor sich hin.
Das Unbehagen kommt aber auch noch woanders her. Die Anzeichen mehren sich tatsächlich, dass unter all diesen verschiedenen Krisen noch etwas anderes vor sich geht, dass uns auf bisher unbekannte Weise fordern wird. Wir laufen auf einen Krise unserer Zivilisation zu, die sich unaufhaltbar ihren Weg bahnt und wir merken, dass es immer mehr Energie braucht dies auszublenden. Tatsächlich müssen wir sehr viel  Energie aufwenden, um das nicht wahrzunehmen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich unser Bewusstsein vor der Wahrnehmung dieser Entwicklung nicht länger schützen kann.
Es fällt uns so schwer der Realität ins Auge zu blicken, weil wir uns der Bewältigung dieser grundlegenden Krise schlicht nicht gewachsen fühlen. Keiner weiß wirklich wie man den Problemen, die sich ganz unterschiedlich äußern (Energie, Gewalt, Politik, Klima, Artensterben, Seuchen,  Massenverelendung und Flüchtlinge, Ressourcenknappheit usw., Ungleichheit) begegnen sollte besonders in ihrer Komplexität und ineinander Verwobenheit. Die meisten von uns fühlen zumindest, dass die alten Antworten, die unsere Systeme dafür bereithalten nicht dafür taugen, beziehungsweise diese Krisen selber hervorgebracht haben. Und nun?
Was machen wir mit dem Unbehagen und der Tatsache, dass wir oft keine Antworten und Lösungen haben? Gibt es eine Alternative zum „weitermachen wie bisher“, wider besseres „Fühlen“?
Ja, ich finde die gute Nachricht ist, es gibt sie, die unzähligen kleinen Alternativen unseres Alltags, die uns ermöglichen etwas anders zu machen als bisher. Anstatt das Unbehagen weiter zu verdrängen und dabei viel Energie zu verlieren kann man anfangen die Augen aufzumachen und nach Möglichkeiten zu schauen sich einzubringen.
Meiner Erfahrung nach hilft es, wenn Mensch beginnt das Unbehagen wahrzunehmen und es als Entwicklungschance begreift. Die Chance darin kann genutzt werden, wenn ich mich dazu entscheide herauszufinden, was mein ganz persönlicher Beitrag zu diesem großen Thema sein könnte. Wo fühle ich ganz besonderes Unbehagen, bei welchem Thema? Wovor habe ich Angst? Welchen anderen Umgang mit bestimmten Themen wünsche ich mir? Was liegt mir besonders am Herzen? Was macht mich am meisten traurig? Wo schaue ich beständig weg?
Dies ist ein erster Schritt, der dabei helfen kann eine Auswahl aus dem großen Unbehagen herauszufiltern. Entscheidend ist der Bezug zu sich selbst. Von da kann ich anfangen aus der großen Informationsflut diejenige Information zu finden, die mir helfen kann den nächsten Schritt zu machen: mich einzubringen!
Es gibt heute unzählige Initiativen, Projekte und Organisationen, die sich konkreter Fragen dieser großen Probleme annehmen und auf ganz unterschiedliche Weise größere und kleinere Antworten entwickeln. Es gibt internationale Projekte und lokale Initiativen, alle mit der Absicht ausgestattet etwas zu unternehmen und jenseits des kollektiven Unbehagens Zeichen zu setzen, dass eine gelungene Transformation in etwas Neues keine Utopie sein muss. Alle brauchen sie Unterstützung, um ihr Anliegen weiter voran zu bringen. Alle freuen sich über Menschen, die sich ebenfalls dafür interessieren.
Wenn jeder, der weiß wovon ich spreche, sich mit 3 bis 5 Initiativen verbindet, um sie besser kennen zu lernen und sie zu unterstützen wäre allen Seiten geholfen. Das eigene Unbehagen würde ein bisschen kleiner, ich würde vielleicht ganz neue Seiten an mir selber entdecken und die Alternativen bekommen Energie, um sich weiterzuentwickeln.
In unserer heutigen Zeit geht es nicht um anonyme finanzielle Spenden an große Organisationen. Das kann auch mal der Fall sein. Aber eigentlich geht es um etwas anderes. Nicht ein Freikaufen vom Unbehagen ist angesagt sondern mein aktiver eingebetteter Beitrag ist gefordert, der mir ermöglicht mich weiterzuentwickeln und gleichzeitig dem ganzen dient.
Hier ist eine willkürlich zusammengestellte Auswahl an Projekten und Initiativen, die mir gefallen, die ich auf die eine oder andere Art unterstütze und verfolge.

Vielleicht ist ja was für dich dabei:
www.living-gaia.org
www.tamera.org
http://www.otepic.org/
http://www.murks-nein-danke.de/verein/
http://www.leihbar.org
www.pachamama.org

1 Kommentar

Heiner Diepenhorst |

Schöner Artikel im Coaching Umfeld. Gerade zu Weihnachten nochmal lesenswert. LG Heiner Diepenhorst aus Berlin

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