Wer führt in deinem Leben Regie

2. Apr, 2014

Ja, ich natürlich, oder? Die gute Nachricht: Wir tun es sowieso, und zwar in jedem Moment un-seres Lebens. Die schlechte Nachricht: Es fühlt sich oft überhaupt nicht so an. Wir fühlen uns von anderen dominiert, unterlegen, nicht geliebt, ausgeliefert, nicht gesehen, unverstanden, machtlos, zu schwach, zu doof oder einfach nicht gut genug. Selbst wenn wir jemand Besonde-res zu sein glauben, haben wir das Leben nicht so im Griff, wie wir es uns vielleicht wünschen. Also entwickeln wir Strategien, die uns helfen sollen, damit halbwegs klar zu kommen.

Was uns immer sofort einfällt, ohne das wir darüber lange nachdenken müssten, ist: Wir legen uns Schutzpanzer zu und werden misstrauisch allen Ereignissen und Menschen gegenüber, die uns vermeintlich gefährlich werden könnten. Wir schützen uns lieber zu viel als zu wenig. Natür-lich geht dabei auch die eine oder andere berufliche Chance oder mögliche Liebe verloren, doch wir müssen schließlich Prioritäten setzen und Schutz ist wichtig. Er sichert das Überleben.

Das ist ja schon mal was. Viel mehr geht allerdings auch nicht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir versuchen uns selbst davon zu überzeugen mit Gedanken wie: „Beim nächsten Partner, Job, Chef usw. wird alles anders, hoffentlich besser.“ Im Laufe der Jahre wundern wir uns vielleicht, dass die Probleme irgendwie nur ihre Verpackung zu wechseln scheinen – denn es läuft am En-de immer auf einen Mangel – an was auch immer – heraus. Egal wie sehr wir uns anstrengen, ein bisschen Zufriedenheit, Glück oder sogar Fülle in unsere Leben zu ziehen – es klappt nur als Ausnahme. Je älter wir werden, desto frustrierender ist es, diesen Mechanismus wieder und wieder zu erleben. Er scheint sich verselbständigt zu haben und trennt auch nicht zwischen Be-ruf- und Privatperson. Wie konnte das passieren, wo wir uns doch so darum bemühten, unser eigener Regisseur zu sein? Das Misstrauen wächst.

Der Ursprung dieses Kreislaufes liegt in Ereignissen der Vergangenheit, die uns emotional stark belastet hatten. Die Schlussfolgerung, die wir daraus zogen, führte zu einer Strategie, die solche Ereignisse in Zukunft von uns weghalten sollte. Das gelang auch, und gefühlt sicherten wir somit unser Überleben. Was wir dabei jedoch nicht ahnen bzw. unterschätzen ist, dass unser gesamtes Sein auf diese Weise zu einem Resonanzkörper für ganz spezifische Erfahrungen und Ereignisse wurde.

Der amerikanische Biologie Professor Bruce Lipton erklärt in einem Interview sehr anschaulich, was auf biologischer Ebene mit unseren Zellen passiert. Um sie herum entsteht ein Energiefeld, welches unsere subjektive Wahrnehmung der Realität auf eine bestimmte Weise filtert. Und nicht nur das: Unsere Zellen haben auf der Oberfläche kleine „Miniantennen“. Über diese sind wir mit der Außenwelt verbunden und empfangen dies und jenes, passen unsere Aktivitäten entsprechend an und senden wieder hinaus in die Welt. Das meiste davon ist uns überhaupt nicht bewusst – wir wundern uns nur manchmal über das, was wir empfangen.

Wenn wir wieder ganz Regisseur in unserem Leben sein wollen, müssten wir verstehen, wie wir filtern, was genau wir aussenden und mit welcher Absicht wir empfangen. Wenn uns das, was wir empfangen nicht mehr gefällt, dann können wir die „Antennen“ neu ausrichten. Denn wir haben die Fähigkeit, unsere Aktivitäten sowohl den äußeren Umständen entsprechend anzupas-sen als auch, was noch viel interessanter ist, auf unsere Umwelt mit klarem Senden zurückzu-wirken. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, das zu bekommen, was wir wollen.

Im Grunde müssten wir uns erlauben, uns mehr auf das Empfangen zu konzentrieren. Der Schlüssel dazu ist ein starkes Gefühl oder eine Erfahrung, nach welcher wir uns sehnen. Dieses Gefühl und diese Sehnsucht sorgen dafür, dass sich die Antennen auf eine entsprechende Weise einstellen, als würden wir sie neu ausrichten, die Frequenz feiner regeln und damit den Sende- und Empfangsradius vergrößern. Dann geht es darum, zunächst völlig unabhängig von der tat-sächlichen Realität, Vorstellungen in diesem Sinne zu entwickeln bzw. sie einfach entstehen zu lassen. Wenn wir uns erlauben, uns vorzustellen, was wir eigentlich erleben wollen, geben wir unseren Zellen die Erlaubnis, ein entsprechendes Energiefeld mit allem drum und dran auszubil-den und immer größer werden zu lassen. Dieses Feld geht nun wiederum in Resonanz mit der Umwelt, mit anderen Menschen und wird das in unser Leben bringen, was dazu passt. Es braucht etwas Zeit und Geduld und vor allem Klarheit beim Senden. Was uns darin unterstützt dranzubleiben, sind die schönen Vorstellungen, denen wir uns hingeben. Denn nur was wir uns überhaupt vorstellen können, was wir für möglich halten und von dem wir ein Bild haben, kann sich in unserem Leben manifestieren. Das ersehnte Gefühl dazu erleben wir ja schon in dem Moment, in dem wir es uns vorstellen. Wenn dann auch noch die Realität entsprechend antwor-tet, bekommen wir allmählich eine genaue Idee davon, was es bedeutet, bewusster Regisseur unseres Lebens zu sein. Und dann fängt das Leben an, richtig Spaß zu machen.

Es lohnt sich also, seinen alten Antennen und Mustern auf die Spur zu kommen, um Platz zu machen für eine neue Erfahrung von sich selbst. Schaffen Sie ein neues Feld, das Sie in Resonanz mit den Dingen bringt, die Sie sich wünschen und die ein neues Gefühl davon erschaffen, erfolg-reich Sie selbst zu sein.

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