100% Commitment

1. Sep, 2012

Heike Kuhl | Autorin

Der Herbst steht vor der Tür und was erwarten wir neben Spaziergängen, dicken Pullovern und warmen Tee? Erkältungen! In jedem Unternehmen wird Bilanz gezogen. Wie sieht unsere körperliche Bilanz aus? Was gibt mir Kraft? Was nimmt sie mir? Was zeigt unser Körper uns und an was haben wir uns mittlerweile gewöhnt? Zu schnell geben wir die Verantwortung für Schmerzen an einen Arzt ab. Doch in jedem Moment geschieht Veränderung. Während Sie in diesem Augenblick lesen, passieren Millionen verschiedener Funktionen in unserem Leib. Der einzige der seinen Körper wirklich kennt, der also Experte ist, sind wir selbst, wenn wir in Verbindung mit uns sind. Doch selbstverständlich ist das nicht.

„Du brauchst keine Angst zu haben.“ Das ist es, was Kinder oft hören. Doch in dem Moment ist es bereits zu spät. Die Angst ist da und Kinder wollen in ihrem Gefühl angenommen werden. Zu oft wird das Gefühl von uns Erwachsenen nicht ausgehalten und das spüren Kinder. Dadurch haben wir zum einen bereits früh gelernt, uns anzupassen und auf Anerkennung zu hoffen.

Zum anderen sind wir gewohnt, kognitiv vernünftig zu handeln. Was sich in Bemerkungen wie „versuch doch mal, klar zu denken“ oder „benutze doch deinen Verstand“ oder „du musst einen klaren Kopf behalten“ zeigt. Kulturhistorisch wurde der Körper abgewertet und dem Verstand größte Priorität eingeräumt. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, mit dem Verstand zu reagieren, dass wir es gar nicht mehr hinterfragen. Wir versuchen unsere Gefühle in den Griff zu bekommen und üben uns im Pokerface. Doch Gefühle wie Wut, Ärger, Angst oder Scham begleiten uns alle täglich. Am Haken der Emotionen hängen wir nur, wenn wir sie ablehnen und von uns weghalten. Gefühle wollen zugelassen, gefühlt und ausgedrückt werden und dann ist es auch wieder gut. Wenn das nicht gelebt werden darf und Gefühle geschluckt und im Körper gespeichert werden, kann das eine Grundlage für Krankheit sein. Der Körper speichert alles. Wut, Ärger, Angst, Scham, Trauer, Ohnmacht, Schuld… Diese Gefühle wollen wir nicht in ihrer Ganzheit spüren. Das ist massenhafte Energie, die nicht aufgelöst wird.

Stellen wir uns eine Situation vor, in der wir uns z.B. über den Partner oder einen Kollegen ärgern. Was passiert im Körper, wenn wir unsere Wut und Aufregung herunter schlucken? Wenn Gefühle wie Wut geschluckt werden, reagiert der Magen mit der Produktion von Magensäure, so wie er es tut, wenn Nahrung geschluckt wird. Die Säure arbeitet, macht ihren Job und muss verbrennen. Wenn nun keine Nahrung folgt, muss sie die Magenschleimhaut angreifen. Und wenn das oft passiert, dann fängt die Säure an, Löcher in die Magenwand zu brennen. Das unser System damit für uns sorgt, ist keine banale Erkenntnis.

Unser Körper zeigt durch Krankheit, hier ist etwas im Ungleichgewicht. Der Körper ist ein durch und durch lebendiges und bewusstes Wesen. Eine Billiarden Zellen sind lebendig und verstehen zutiefst was wir denken und fühlen, ob wir das wahrnehmen oder nicht. Das ist permanente Kommunikation. Unser Körper sendet 24 Stunden Signale und zeigt uns, wie es uns körperlich und psychisch geht. Das heißt, unser Corpus sorgt in jedem Moment für uns. Wie gehen wir nun damit um, wenn der Körper uns etwas spiegelt? Die erste Reaktion ist meist, dass wir die Botschaft ignorieren. „Das wird schon wieder“. Wenn der Körper dann deutlicher wird ist die nächste Reaktion: Wir wollen es weg haben. Vom Wegmachen durch Tabletten bis hin zum Skalpell. Doch das heißt längst noch nicht, dass es damit erledigt ist. Damit wir uns für die Signale des Körpers öffnen können, müssen wir den Körper als wertvollen Teil von uns annehmen. Gewohnt sind wir eher, höchst kritisch mit uns und unserem Körper zu sein. Wir sind zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu viel Haare, zu wenig Haare, etc. Das heißt so wie wir sind können wir auf keinen Fall richtig sein. Wie kann dann das, was der Körper uns sendet, zutiefst für uns sein?

Im Nachhinein verstehen wir oft, wofür etwas in unserem Leben gut war. Das braucht oftmals Zeit. Wenn uns Krankheit wiederfährt, ist es schwer, sofort zu sehen wofür es gut ist. Die Voraussetzung es verstehen zu können, ist sich dem zu öffnen. Eine Haltung der Annahme zu kultivieren. Der Körper macht nichts Sinnloses. Er versucht immer in Ausgleich zu bringen, was in Ihrem Denken und Fühlen nicht im Ausgleich ist. Jede Krankheit ist durchaus berechtigt und sinnvoll. Das heißt Krankheit ist keine Bestrafung, sondern ein Wecker für Disharmonien. Ein wertvoller Hinweis, der uns die Chance für Veränderung gibt. Erst mal lenkt es unsere Aufmerksamkeit auf den Teil in uns, den wir vernachlässigt haben. Genau wie unsere Beziehungen, so brauchen auch unsere Organe Aufmerksamkeit. Nach Innen gehen, atmen, spüren, mit uns in Verbindung gehen. Wir sind sehr gewohnt, nach Außen achtsam zu sein. Doch wenn wir uns nur eine Woche lang jeden Tag 5 Minuten hinsetzen, es uns gemütlich machen und unsere Achtsamkeit nach Innen lenken und interessiert und liebevoll zuhören, werden wir viel Interessantes im Körper wahrnehmen und über uns erfahren. Und der Körper wird gleichzeitig sehr positiv auf unsere liebevolle, atmende Zuwendung reagieren. Mit einer Haltung von: „Alles was in mir ist, darf jetzt da sein!“, schaffen wir eine Öffnung für Gesundheit. Wir werden aufmerksam für das, was in uns im Zusammenhang steht. Das ist eine andere Haltung als das Verdrängen und wird andere Ergebnisse zeigen.

Mit Liebe und Bewusstsein den Körper annehmen heißt auch, sich Zeit nehmen, z.B. nach dem Duschen den Körper mit Ruhe einzucremen und zu massieren. Sich selbst liebevoll zuzuwenden. Anstatt unsere Energie auf das Suchen von Knötchen in der Brust zu lenken, zu spüren, wie sehr wir über das Massieren unserer Brüste in Verbindung mit uns sein können. Welche Gedanken habe ich über meinen Körper, die ich Jahr ein und aus wiederhole. Welche Impulse nehme ich wahr und gebe ihnen aber keinen Raum. Der Körper ist dazu da, jeden Tag genossen und gefeiert zu werden. Er ist ein Teil von unserem System, der uns unterstützt und uns folgt zu 100%.
Das ist mal ein Commitment, das wir uns alle wünschen!

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