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4. Feb, 2019

Katharina Hemmers | Autorin

Bestimmt haben einige von euch davon gehört, dass die UN eine Warnung herausgegeben hat, dass wir ungefähr noch 12 Jahre haben, bis der Klimawandel so drastisch ist, dass viele Menschen und Tiere daran sterben werden. Einen großen Beitrag zum Klimawandel leistet hierbei die Agrarindustrie.

Den Klimawandel können wir nicht mehr aufhalten, aber es ist nicht zu spät, den Zusammenbruch der Zivilisation zu verhindern. Um gemeinsam an diesen gewaltigen Umbrüchen zu arbeiten, benötigen wir Visionäre und Coaches, die daran mitwirken. Es besteht ein dringender Bedarf an mutiger, visionärer Führung, die unsere Zukunft gestaltet. Nicht nur die Zukunft von Organisationen und Institutionen, sondern auch unserer immer komplexeren und voneinander abhängigen Kulturen und Gesellschaften.

Essen und Klimawandel
Heute möchte ich am Thema Essen die Zusammenhänge ein bisschen klarer machen.
Essen und Lebensmittel sind Themen, die mich besonders bewegen.
Ich liebe Essen und Kochen ist meine Passion. Ich komme aus einer Großfamilie, in der Essen schon immer einen zentralen Bestandteil des Zusammentreffens ausgemacht hat. Meine Oma war Bäuerin und meine Tante besaß einen Bioladen. Die gemeinsame Zeit am Tisch mit allen Cousinen, Tanten und Onkels füllten und füllen mein Herz mit Freude. Ich finde es spannend, Kulturen über ihre Essgewohnheiten kennenzulernen und jetzt als Erwachsene weiß ich, dass es ein riesiges Privileg ist, dass ich mein Gemüse auf dem Markt oder im Bioladen kaufen kann, dass ich überhaupt die Möglichkeit habe zu wählen, was ich esse. Kochen ist für mich eine Ressourcenquelle. Ich fokusiere mich, ich bin kreativ, sinnlich und erlebe einen Moment der Entschleunigung.

Teilweise beobachte ich aber auch, dass Essen bei uns einem Wellnesskult gleich kommt. Superfood ist das Wort der Stunde. Es geht aber nicht darum, den Tod, der unausweichlich ist, zu vermeiden (manchmal scheint es mir, als wolle man durch Ernährung unsterblich werden), sondern eine Welt zu hinterlassen, in der andere Kulturen, Menschen und Tiere gut und gesund leben können.

Unsere Verantwortung
Da wir hier im größten Wohlstand leben, haben wir auch eine große Verantwortung und wir haben die Ressourcen, zu handeln.
Hier hören die meisten dann auch schon auf zu Lesen. Man hat andere Dinge zu tun, muss Kinder abholen, trösten. Muss Geld verdienen, an seiner Karriere arbeiten, sich um sich selbst kümmern.
Wer hat da noch Zeit oder gönnt sich den Luxus über den Klimawandel und die Agrarindustrie nachzudenken oder gar etwas dagegen zu tun.
Aber das ist das Ding: um das Problem zu bearbeiten, müssen wir zusammenhalten und mitfühlen mit jenen, die jetzt schon direkt und offensichtlich vom Klimawandel und den weitreichenden Auswirkungen der Agrarindustrie betroffen sind.

Die Folgen der Agrarindustrie
Am Beispiel Essen sieht man, wie komplex das Thema ist. Wo ich einkaufe, was ich esse, beeinflusst die Natur, ihre Bewohner und die Auswirkungen des Klimawandels auf so vielen Ebenen. Der Großteil unseres Essens kommt aus anderen Ländern und wird meist von Frauen produziert. Zum Beispiel kommen 80 Prozent der Erdbeeren, die nach Deutschland importiert werden, aus Spanien. Die Auswirkungen der Monokultur sind für die Erde nachhaltig schädigend aber auch ethische „Richtlinien“ werden nicht im geringsten eingehalten. Die Arbeiter*innen, die überwiegend aus Marokko stammen und dort ihre Kinder zurücklassen, um mit dem Pflücken Geld zu verdienen, werden teilweise täglich vergewaltigt und trauen sich nicht nach Marokko zurück zu kehren aus Scham. Sie verdienen am Tag circa 30 Euro, was vergleichsweise schon relativ viel ist.¹

Auch der Transport von Lebensmitteln rund um den Globus macht 15 bis 18% der globalen Treibhausgase aus. Verarbeitung und Verpackung 8-10%; Kühlung während des Transports (weitere 3-4%); wenn Gewinne erzielt werden sollen, müssen die Rohstoffe von den Einzelhändlern an ahnungslose Verbraucher verteilt werden (1-2% der globalen Treibhausgase); und bis das Essen endlich auf unseren Teller kommt, wurde viel davon auf dem Weg verschwendet oder sogar weggeworfen, bereit, auf Müllhalden zu verrotten und übermäßige Mengen an Kohlendioxid, Methan und Stickstoff in die Atmosphäre zu emittieren, was weitere 3-4% zu den globalen Treibhausgasen beiträgt. Somit ist das derzeitige globale Ernährungssystem einer transnationalen Lebensmittelindustrie für die Hälfte aller von Menschen produzierten Emissionen verantwortlich.²
In einer Welt des Neoliberalismus, in der der einzige Weg nach vorn angeblich die Öffnung der Märkte für den freien Kapitalverkehr und damit ausländische Direktinvestitionen ist, dominieren transnationale Unternehmen die Landschaft der Lebensmittelproduktion.

Unsere Handlungsmöglichkeiten
Das können wir nicht einfach willenlos geschehen lassen! Wir sollten uns also fragen, wo kommt unser Essen her, werden Spritzmittel eingesetzt (diese sind nachweislich gesundheitsschädigend und für das Insektensterben verantwortlich), wer leidet darunter, dass ich meine Tomaten beim Discounter kaufe.
Mit unserem Einkauf können wir den Klimawandel direkt positiv beeinflussen. Gemüse regional kaufen. Wenn möglich kein Fleisch verzehren. Kleine Bauern unterstützen. Keine Lebensmittel von Großkonzernen kaufen. Wenn möglich im Bioladen einkaufen. Simple Regel: Keine industriell hergestellten Lebensmittel kaufen. Keine Lebensmittel mit mehr als 3 Zutaten kaufen.

Was hat das alles mit unserem Thema Coaching zu tun?
Im Coaching geht es ums Zuhören und nicht ums Ratschläge geben. Stimmt! Aber durch Coaching kann ich andere Menschen ermutigen, aktiv zu werden und ihre inneren Ressourcen zu nutzen, um gemeinsam an einer besseren Welt zu arbeiten.
Egal ob im Businesskontext oder im Privaten kann ich Klient*innen mitgeben, was meine Haltung zu Dingen ist und sie ermutigen, sich selber einzubringen und Dinge mitzugestalten, zu demonstrieren oder sich anderweitig zivilgesellschaftlich zu engagieren und eine Führungskultur zu etablieren, die von gegenseitigem Vertrauen und Weitsicht geprägt ist, aber die notwendigen Schritte in eine positive Zukunft nicht aus den Augen lässt. Denn aufgeben ist keine Option!

[1] correctiv.org

[2] Campaigncc.org

 

 

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