Frau und Macht

30. Jun, 2011

Frauen und Macht – oder wie freunde ich mich mit Macht an

Was für ein Thema! Sowohl Frauen als auch Männer reagieren in der überwiegenden Mehrzahl darauf abwehrend. Frauen und Macht das löst unangenehme Phantasien aus. Frauen wollen oft auf gar keinen Fall mit Macht in Verbindung gebracht werden und Männer assoziieren bei dem Thema in der Regel weibliche Macht über Männer, was ebenfalls abwehrende Reflexe auslöst. Ein sehr interessantes Phänomen. Auf jeden Fall Grund genug sich ein paar Gedanken zum Thema zu machen.

Hier unsere 1. These: Frauen haben natürlicherweise Macht, auch wenn sie es häufig nicht wissen, nicht wahrhaben wollen.

Und die 2. These gleich hinterher: Dass Frauen ihre natürliche Macht nicht bewusst annehmen sondern verleugnen verursacht viel Leid, sowohl für sie selber, als auch für andere Menschen.

Beide Thesen wollen wir im Folgenden etwas genauer untersuchen. Beginnen wir mit einer Definition des Begriffes Macht:

Als sozialwissenschaftlicher Begriff bezeichnet Macht einerseits die Fähigkeit, auf das Verhalten und Denken von Personen und sozialen Gruppen einzuwirken, andererseits die Fähigkeit, Ziele zu erreichen oder sich äußeren Ansprüchen nicht unterwerfen zu müssen. Macht spielt praktisch in allen Formen des menschlichen Zusammenlebens eine Rolle und bedingt auf unterschiedliche Weise das Entstehen von Sozialstrukturen mit ausdifferenzierten Einflusspotentialen (Wikipedia).

Betrachten wir den ersten Teil der Definition so wird unmittelbar deutlich, dass Frauen Macht haben. Sie wirken ständig auf das Denken oder Verhalten anderer Personen ein, gegebenenfalls auch auf das von mehreren Menschen, also sozialen Gruppen, auch wenn sie es selber nicht so empfinden. Beim zweiten Teil der Definition sind Frauen heute häufig ebenfalls sehr erfolgreich, bringen dies aber nicht mit Macht in Verbindung und unterschätzen ihre Einflussmöglichkeiten nach wie vor. Frauen sind es immer noch nicht gewohnt mit Macht umzugehen – bzw. noch schlimmer, sie verleugnen geradezu ihre Macht.

Sichtbar wird das besonders im privaten Bereich, also ausgerechnet in dem Bereich, der klassischerweise nicht primär männlich dominiert ist, wie man das von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen durchaus noch behaupten kann. Egal ob Beziehungsproblematik oder Thema Kinderwunsch, Frauen wollen die Verantwortung gerne den Männern überlassen und lehnen damit ihre eigene Macht ab. Viele Frauen wünschen sich Kinder oder zumindest ein Kind. Sie glauben aber darüber keine Entscheidung treffen zu können. Erst muss der richtige Partner her, dann muss mühsam eine stabile Beziehung aufgebaut werden. In dieser Phase darf man den Mann auf keinen Fall mit seinem Kinderwunsch unter Druck setzen, das könnte ja die Beziehung gefährden und solange der Mann nicht hundertprozentig ja sagt: ich will unbedingt Kinder, traut Frau sich ebenfalls nicht, eine klare Position dazu zu beziehen und schiebt eine Entscheidung darüber weiter auf. Irgendwann tickt die biologische Uhr unüberhörbar laut und die Frauen kommen in eine sehr schwierige Situation, ihre Verhandlungsposition wird immer schlechter und nach wie vor glauben sie darauf angewiesen zu sein, dass der Mann erst ausdrücklich zustimmt. Oft ist es dann bereits zu spät. Dabei wissen alle lebenserfahrenen Frauen, dass Männer für Kinder begeistert werden müssen und selten von sich aus begeistert sind. Oft sind die Männer, die sich das nie vorstellen konnten die hingebungsvollsten Väter von allen (und natürlich kann es auch mal ganz anders sein, – Ausnahmen gibt es immer).

Frauen geben also in einem Bereich, der ganz eindeutig ihr eigenes Leben mehr betrifft als das des Mannes ihre Macht und Verantwortung ab. Dafür gibt es viele gute Gründe, die man jetzt alle aufzählen könnte. Diese ändern aber nichts an der Tatsache, dass Frauen für die Verwirklichung ihres Kinderwunsches verantwortlich sind und bleiben. Je früher eine Frau das versteht und annimmt, desto besser für sie. Die Fähigkeit Ziele zu erreichen setzt voraus, dass Frau sich Ziele steckt, auch beim Thema Kinderwunsch und sich dann dafür einsetzt. Dann müsste sie allerdings bereit sein ihre Macht zu bejahen.

Auch im Beziehungsalltag mit dem Partner unterschätzen Frauen ihre Macht, bzw. lehnen sie ab, indem sie sie verleugnen. Häufig leiden Sie, weil der Mann dieses oder jenes „scheinbar“ tut oder weil er dieses oder jenes scheinbar „nicht tut“. In den seltensten Fällen macht Frau sich bewusst, dass Mann auf Frau viel mehr „reagiert“ als ihr klar ist. Durch ihr Leiden sendet sie ablehnende Signale, auf die der Mann dann wieder reagiert und so entsteht ganz schnell ein Teufelskreis, der aussichtslos erscheint und keiner weiß, wie so das so passiert und wie es sich verhindern lässt. Auch hier lässt sich ein großer Teil des Dramas auf den gestörten Umgang von Frauen mit ihrer Macht zurückführen. Wir sprechen in diesem Zusammenhang vom Bumerang des Patriarchats. Viele heutige Männer, die gerne eine gleichberechtigte Partnerschaft mit ihren Frauen leben wollen scheitern daran, dass die heutigen Frauen ihrer Macht immer noch ablehnen. Zu lange ist die „Ohnmacht“ (ohne Macht) der Frauen von Generation zu Generation weitergegeben worden. Diese Zusammenhänge sind unbewusst und gehen tief. Auch Männer zucken zusammen bei dem Gedanken, dass Frauen Macht haben könnten. Unbewusst fürchten sie sich davor. Wir wollen Menschen, egal ob Männer oder Frauen dabei unterstützen sich mit diesen Themen bewusst auseinanderzusetzen und ihre unbewussten Überzeugungen dazu zu erweitern. Wir träumen von einer Welt, in der Frauen ihre Macht bewusst annehmen, sich an ihr erfreuen und sie für sich und andere einsetzen. Wir stellen uns vor wie Frauen dadurch lebendiger werden und mehr mit sich im Kontakt sind und wie alle Menschen und die Erde davon profitieren.

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