Gemeinsam frei sein – Ein erfüllendes Gefühl

29. Aug, 2018

Katharina Hemmers | Autorin

Gerade ist das Buch „Gemeinsam frei sein“ von Alexandra Schwarz-Schilling und Christin Colli in neuem Design erschienen. Ich habe es zum zweiten Mal gelesen und finde seine Botschaften sehr wichtig und inspirierend, sowohl für Menschen in Beziehungen als auch für Singles. Deshalb nehme ich den Moment zum Anlass, meine Gedanken zum Buch in diesem Artikel zu teilen.

Was hat uns geprägt – der kollektive Anteil an unseren Beziehungen
Das Buch betrachtet das Phänomen der Paarbeziehung auf kultureller und kollektiver Ebene. Die Autorinnen zeigen auf, dass unsere Vorstellungen von Paarbeziehungen, unsere Verhaltensweisen als Mann und Frau und unsere Bilder von Sexualität über Jahrtausende geprägt wurden. Das Buch beleuchtet Frau- und Mannsein auf eine Weise, die es den Leser*innen ermöglicht, das komplexe Thema heterosexuelle Paarbeziehungen aus einer kulturgeschichtlichen Perspektive zu verstehen, individuelle Gefühle besser einzuordnen und somit seine eigenen Beziehungen proaktiv zu gestalten.
Denn häufig suchen wir die Fehler für unsere gescheiterten oder dysfunktionalen Beziehungen bei uns selbst oder unserem Gegenüber.

Im ersten Teil ihres Buches beleuchten die Autorinnen die kollektive Dimension und kollektiven Überzeugungen von Beziehungen. Sie zeigen den Leser*innen, dass ihre Meinungen über Beziehungen und über Mann und Frau geformt und beeinflusst sind. Viele dieser Überzeugungen sind der modernen Paarbeziehung nicht zuträglich, da sie aber überwiegend unbewusst sind prägen sie weiterhin unser Erleben.

Was hat mich geprägt? – Die individuelle Ebene von Beziehungen
Im zweiten Teil geht es um konkrete Erfahrungen von Paaren und Einzelpersonen, um den Leser*innen erfahrbar zu machen, wie sie auf individueller Ebene ihre Beziehungen beeinflussen können. Bestimmte Annahmen über uns selbst oder auch über Beziehungen wie z.B.: „Nach einigen Jahren geht die Leidenschaft eh flöten“ verhindern, dass wir andere Erfahrungen machen, da wir den Fokus auf unsere Überzeugung richten und Leidenschaft somit auch nicht mehr entstehen kann.
In ihrer jahrelangen Arbeit als Coaches begegnen die Autorinnen wiederkehrenden Überzeugungen ihrer Klientel über die eigene Identität, welche Beziehungen massiv beeinflussen. Glaube ich “Ich bin nicht gut genug“, wird sich das auch in meiner Beziehung widerspiegeln. Hier unterscheiden sie zwischen 7 Identitätsmustern, die sich immer wieder zeigen und eine erfüllte Partnerschaft begrenzen.

Das Buch erklärt, wie man sich ermächtigen kann, eigene bewusste Überzeugungen zu erarbeiten, um erfülltere und inspirierende Beziehungen zu führen. Denn den individuellen Teil können wir im Vergleich zum Kollektiven schneller gestalten und verändern. Mir persönlich nahm die Lektüre das Gefühl, ich selbst sei schuld an meinen widersprüchlichen Gefühlen und Gedanken über Beziehungen und Sexualität.
Die für mich inspirierendsten Themen möchte ich hier kurz vorstellen:

Polarität
Das Prinzip der Polarität (Ying und Yang), also komplementärer Energien, steht im Zentrum des Buches.
Mann und Frau besitzen jeweils beide Energien. Nur: eine der Beiden steht, so die Autorinnen, im Vordergrund. Bei der Frau ist es Ying-, beim Mann Yang-Energie. Als Frauen sind wir aufgefordert, unseren Yang-Energien nachzugehen und mehr ins zielgerichtete „Tun“ zu kommen. Unsere Vorstellungen vom Leben klar zu kommunizieren und auszuleben. Männer hingegen sind aufgerufen, ihre Gefühle wahrzunehmen und zu lernen, diese zu kommunizieren. Frau und Mann können sich dabei gegenseitig unterstützen. Besonders in einer erfüllten Sexualität passiert dies durch die körperliche Nähe zwischen Mann und Frau. Das Buch gibt Anregungen und erklärt, wie das möglich ist.

Lineares Weltbild versus zyklisches Weltbild
Wir leben in einer Welt mit einem linearen Weltbild. Was es uns, solange wir uns dessen nicht bewusst sind, schwer macht, uns davon zu lösen und auch andere Weltbilder zu integrieren. Das hat die Welt aber bitter nötig!
Für mich geht darum, das lineare Weltbild durch ein zyklisches Weltbild zu ersetzen beziehungsweise zu erneuern. In einem zyklischen Weltbild wissen wir über die Wichtigkeit von Rhythmus und Abwechslung und können so mit Veränderung besser umgehen. Wir akzeptieren, dass alles – auch unser Körper, unsere Gefühle und somit unsere Beziehungen – einem stetigen Wandel unterliegen. Auch eine Unterteilung von Gut und Böse fehlt hier gänzlich. Ein zyklisches Weltbild ermöglicht es, unvereinbare Gegensätze zu vereinen und anzunehmen.

Das Buch zeigte mir, wie meine eigenen Gedanken und Gefühle geprägt sind von kollektiven Überzeugungen und wie diese auch mein Bild heterosexueller Beziehungen geprägt haben. Und vor allem, dass diese Bilder nicht förderlich sind, da sie Selbstliebe und Selbstannahme nicht unterstützen, die aber eine Grundvoraussetzung für funktionierende Beziehungen sind.
Das Buch unterstützte mich immens, meine eigenen Ideen über Beziehungen zu überdenken und mir klar zu machen, dass ICH meine Beziehung und mein Auftreten als Frau gestalten kann, indem ich kollektive Hintergründe und meine individuellen Muster betrachte und mich von kollektiven Hintergründen löse. Doch dafür muss ich sie erstmal kennen und verstehen.

Das Buch ist nun nachgedruckt worden. Ich kann es jedem empfehlen, der größere gesellschaftliche Zusammenhänge verstehen möchte und auch, wie unsere Vorstellungen von Liebe, Partnerschaft und Sexualität entstanden sind. Wenn wir das verstehen, können wir für unsere Beziehungen und unsere Sexualität wieder Verantwortung übernehmen und sie proaktiv so ausgestalten, wie wir sie uns wünschen.

Wer mehr erfahren will, dem empfehlen wir die Leseprobe im Link unten. Das Buch kann man in der Coaching Spirale erwerben oder bei Amazon bestellen.

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Einzel- und Teamcoaching

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