Beziehungen und Neues Zeitalter

23. Apr, 2012

Wir alle wissen, wir leben in Zeiten des Umbruchs. Etwas altes, lange dagewesenes geht zu Ende und wir befinden uns im Geburtsprozess für etwas Neues. Was bedeutet das für unsere Beziehungen, besonders für die Mann- Frau Beziehung? Dieses Thema ist einerseits echt ein heißes Thema, es betrifft uns alle, anderseits ist es, dadurch, dass es uns so direkt und persönlich betrifft auch ziemlich konfrontierend. Was bedeutet denn nun neues Zeitalter für unsere Beziehungen?

Beginnen wir mit dem, wo wir herkommen und was wir abschütteln möchten.

Verkürzt gesprochen kommen wir aus einer Epoche der extremen Gewalt, der physischen und psychischen Unterdrückung unserer natürlichen Bedürfnisse und Sehnsüchte. Ihr Ruf in uns nach Erfüllung ist dennoch nie verstummt.

Unsere Sehnsucht und unser Verlangen nach Angenommen sein von einem Gegenüber, nach der Erfahrung von Vertrauen und lebendigem Ausdruck des Eros, hat nie aufgehört. Die letzten Jahrtausende waren dennoch dominiert von der Kriminalisierung und Entstellung besonders unserer erotischen Schöpferkraft.

Die Schöpfungskräfte sind erotisch. Eros ist das Leben selbst. Dazu braucht man nur jetzt im Frühling in die Natur zu gehen und sich in die Lebendigkeit der sich entfaltenden Naturkräfte eintunen.

Dieser Zusammenhang war so lange tabuisiert, dass viele Menschen ihn gar nicht mehr wahrnehmen können. Die Schöfpungskraft wurde allein Gott, beziehungsweise später dem Geistigen zugeschrieben.

Die Materie, der Körper, war etwas niederes, eigentlich verwerfliches. Die Überwindung des Fleisches, zum Beispiel durch Askese war lange eine Zielvorstellung, die die Illusion der Getrenntheit weiter verstärkt hat.

Die Überzeugung, das Sexualität etwas Schmutziges ist wird nach wie vor transportiert, heute zeigt es sich eher auf die Weise, dass sie sogar möglichst schmutzig sein sollte, um interessant zu sein. So können sich Überzeugungen verselbständigen und eine ganz eigene Dynamik hervorbringen.

Hinzu kommt die Vorstellung über das Männliche und das Weibliche, die jetzt so lange kultiviert wurden und die große Verletzungen bei Männern und bei Frauen hinterlassen haben. Um zu Verstehen wo wir herkommen, wo wir uns befinden, und wohin wir möglicher weise gehen, ist es entscheidend zu begreifen, dass das Thema Beziehungen kein privates Thema ist, sondern ein globales, ein kollektives Thema.

Die Illusion der Getrenntheit ist der Kern des alten Zeitalters.

Dennoch ist es eine Illusion, und es bleibt eine Illusion, auch wenn sie so hartnäckig ist. Sie lässt uns denken und fühlen, dass die Schwierigkeiten, die wir in Partnerschaften habe, unsere ganz persönlichen Probleme sind. Dass wir persönlich, oder unser Partner persönlich versagt haben. Und das immer wieder das Gefühl aufkommt, beziehungsunfähig zu sein oder von Menschen umgeben zu sein, die beziehungsunfähig sind. Nach anfänglicher Verliebtheit tauchen ganz sicher die ersten gegenseitigen Verletzung auf und das übliche Beziehungsdrama nimmt seinen Lauf, es ist nur eine Frage der Zeit.

Es wird keinen Frieden auf dieser Erde geben, solange kein Frieden ist in unseren Beziehungen. Frieden ist eine natürliche Folge der konstanten Akzeptanz von Fülle. Diesen Satz habe ich grade aus Tamera mitgebracht von Sabine Lichtenfels und ich möchte ihn hier zitieren, weil ich ihn so wahr finde. Die Themen mit denen uns unsere Beziehungen bzw. unsere Partner konfrontieren werden genau an diesem Punkt so interessant. Dieser Zustand von Frieden, von der Akzeptanz der Fülle, ist nur erfahrbar, wenn ich mir der Verbundenheit mit allem was ist bewusst bin.

Deshalb ist der Krieg im außen, immer auch ein Spiegel des Krieges im inneren. Heute haben wir hier in Deutschland keinen tatsächlichen Krieg im Außen mehr, dafür haben wir oft Krieg in unseren Liebesbeziehungen oder in den Beziehungen zu anderen Menschen. Manchmal einen richtigen Krieg, manchmal auch eher einen kalten Krieg. Man könnte auch sagen, aha, der Krieg kommt uns immer näher. Also er kommt immer näher an den Einzelnen, er drückt sich in unseren persönlichen Beziehungen aus, weniger in einem äußeren gemeinsamem Feind. Wir können kaum noch umhin zu erkennen wie sehr Innen und Außen zusammenhängen.

Das Zeitalter des Patriachats geht zu Ende. Neben all seinen Errungenschaften, hat es tiefe Wunden hinterlassen. Besonders in der männlichen Gefühlswelt und der weiblichen Sexualität. Was möchte also geboren werden? Nennen wir es das Zeitalter der echten Partnerschaft zwischen Mann und Frau. Es beinhaltet das Bewusstsein darüber, wer ich bin, als Mann und als Frau. Das Bewusstsein darüber, wie ich dadurch jeweils an die gesamte Schöpfung angebunden bin. Und das meine Liebe keine Privatangelegenheit ist, sondern in einem viel größerem Zusammenhang steht. Meine eigene Liebe verändert das Ganze. Alles ist mit allem verbunden. Wir wissen das eigentlich schon alles. Wenn wir verliebt sind, können wir es besonders deutlich spüren. Dann sind wir im Grunde in die ganze Schöpfung verliebt. Die Liebe fließt aus jeder Pore und befruchtet alles und jeden den sie trifft. Leider verlieren wir dieses Angebunden sein schnell wieder. Kaum tut mein Partner etwas, das ich gegen mich interpretiere bekommt die Verliebtheit einen ersten Kratzer und so geht es immer so weiter. Die Verbundenheit mit dem Ganzen geht ebenfalls verloren und wir tun den Zustand der Verliebtheit in die ganze Welt, als romantische Fantasie ab, die ganz sicher endlich ist. Dabei kann ich im Zustand der Liebe bleiben, es ist möglich. Sowohl bezogen auf meinen Partner, auch wenn er Dinge tut, die mir erst Mal nicht zu gefallen scheinen, als auch mit der ganzen Schöpfung.

Wie kann das gehen?
die Voraussetzung ist die gefühlte Erkenntnis, dass die Liebe keine private Angelegenheit ist, aus der ich als Opfer hervorgehe, sondern dass es gerade in der Liebe, um die Verbindung mit der spirituellen Quelle geht. Nur von dieser Verbindung aus, hat die Liebe eine Chance. Die Liebe braucht den Anker in der Verbindung mit der Einheit. Diese Einheit bringt die Polarität hervor, die wir dann gemeinsam feiern können. Erfüllte Beziehungen zwischen Mann und Frau brauchen den Anker im Göttlichen, in the divine, in der Quelle, je nachdem welche Worte man dafür wählen möchte, Göttin, Gott. Von dieser Verankerung aus, kann ich die Polarität der Geschlechter feiern und ihre tiefe Dimension erfahren.

Der Geburtsprozess, in dem wir uns befinden bedeutet also für jeden Einzelnen von uns sich diesen Themen zu stellen und dabei mit uns selber als auch mit unseren Partnern liebevoll umzugehen und uns immer wieder in die Fülle zu holen durch die Verbindung mit der Quelle. Sonst werden wir diesen Geburtsprozess als extrem schmerzhaft erleben. Nur die Verbindung mit der Quelle ermöglicht uns die Transformation auch in der Liebe.

Wir freuen uns auf Sie!

Lernen Sie uns doch einfach kennen. Egal welche Frage Sie haben oder ob Sie sich einfach nur im allgemeinen rund um Coaching Ausbildung, unser Seminarangebot oder Coaching an sich informieren möchten, wir sind für Sie da.

Rufen Sie uns an oder senden eine E-Mail.

Telefon: 030 - 79 40 33 92

Coaching Ausbildung

Diese Weiterbildung ist unser Angebot, profundes Wissen über Kommunikation und Gestalten von Realität für sich und andere nutzbar zu machen, um Verständigung und Kooperation im privaten und gesellschaftlichen Kontext zu bewirken. Die Methodik unserer praxisorientierten Ausbildung zum Coach ermöglicht fokussiertes Handeln und damit bewusste Einflussnahme auf die Lösung der Probleme unserer globalen Welt.

Einzel- und Teamcoaching

Beide Formate ermöglichen persönliche Weiterentwicklung, wenn Sie das wünschen. Das Aufdecken und Verstehen von unbewussten Überzeugungen führt zu anderen Handlungsmöglichkeiten und nachhaltigeren Lösungen. Ein Erleben von mehr Zufriedenheit und Souveränität sind die Folge. Dies spiegelt sich auch in Ihren Ergebnissen wieder.

Xing
Schreiben Sie uns
SOCIALICON
SOCIALICON